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Presse


Bergische Morgenpost 05.04.2018: Seuche bedroht die bergischen Bienen

Link: http://rp-epaper.s4p-iapps.com/article/66bc4667ccdad14b4189db0b99c3a8cc



Hob­by-Im­ker Jo­han­nes Re­mi­jn vor ei­nem sei­ner fünf Bie­nen­stö­cke im ei­ge­nen Gar­ten an der Max­stra­ße am Kre­men­holl. Fo­to: Jür­gen Moll

Seu­che be­droht die ber­gi­schen Bie­nen

Das Ve­te­ri­när­amt lässt Bie­nen­stö­cke auf die ame­ri­ka­ni­sche Faul­brut hin un­ter­su­chen. In Rem­scheid gibt es 100 Im­ker. Ei­ner von ih­nen ist Jo­han­nes Re­mi­jn. In sei­nen Wa­ben ist die Welt der In­sek­ten noch in Ord­nung.
VON CHRIS­TI­AN PEI­SE­LER

Ganz dicht muss man sein Ohr an den gel­ben Kas­ten hal­ten, um ein hel­les Sum­men wie aus wei­ter Fer­ne zu ver­neh­men. Die Bie­nen von Jo­han­nes Re­mi­jn be­we­gen sich im Bien­stock. Un­auf­hör­lich. Ei­ni­ge ha­ben sich be­reits in die küh­le April­luft ge­wagt. Das ist gut so. Der Gar­ten des Hob­by-Im­kers an der Max­stra­ße am Kre­men­holl liegt ge­nau an der Gren­ze zu dem Ge­biet, das vom Ve­te­ri­när­amt in So­lin­gen als Un­ter­su­chungs­ge­biet kurz vor Os­tern aus­ge­ru­fen wur­de. We­gen ei­ner Seu­chen­ge­fahr.
Bei den Bie­nen ei­nes Im­kers aus Rem­scheid-Für­berg ist die ame­ri­ka­ni­sche Faul­brut nach­ge­wie­sen wor­den. Da­bei han­delt es sich um ei­ne bak­te­ri­el­le Brut­krank­heit, die auch ger­ne Bie­nen­pest ge­nannt wird. Spo­ren ei­nes schäd­li­chen Bak­te­ri­ums ge­lan­gen auf ver­schie­de­ne Wei­se in die Wa­ben von ge­sun­den Bie­nen­völ­kern. Die ame­ri­ka­ni­sche Faul­brut stellt aber kei­ner­lei Ge­fähr­dung für die er­wach­se­ne Bie­ne, den Men­schen oder an­de­re Le­be­we­sen dar. Sie ist aber zer­stö­re­risch für den Nach­wuchs.
„Be­vor die Im­ker ih­re Bie­nen in ein Raps­feld stel­len, brau­chen sie ei­ne Wan­der­ge­neh­mi­gung“, sagt Tier­amts­ärz­tin Dr. Dag­mar Senc­zek. Da­für un­ter­su­chen Sach­ver­stän­di­ge die Wa­ben und den Fut­ter­kranz, um aus­zu­schlie­ßen, dass ein kli­ni­scher Be­fund vor­liegt. In Rem­scheid gibt es 100 Im­ker, die über die Tier­seu­chen­kas­se ge­mel­det sind. Die Im­ker­sach­ver­stän­di­gen ha­ben in den ver­gan­ge­nen Ta­gen vie­le Pro­ben ge­nom­men. In der nächs­ten Wo­che er­war­tet die Tier­amts­ärz­tin die Er­geb­nis­se. Jo­han­nes Re­mij hat ei­ne Aus­bil­dung als Bie­nen­sach­ver­stän­di­ger. Als Mit­glied des Wer­mels­kir­che­ner Ver­eins der Bie­nen­züch­ter be­rät er sei­ne Kol­le­gen, was in Pro­blem­la­gen zu tun ist. Merk­ma­le der ame­ri­ka­ni­schen Faul­brut hat er bei sei­nen Bie­nen zum Glück nicht fest­ge­stellt. Das hät­te viel Ar­beit be­deu­tet. Wachs und Ho­nig hät­te er von­ein­an­der tren­nen und das Bie­nen­volk in ei­nen neu­en Holz­kas­ten um­sie­deln müs­sen. Seit acht Jah­ren woh­nen die fünf Bie­nen­völ­ker im Gar­ten der Fa­mi­lie Re­mi­jn. Je­des Volk kann ei­ne Be­völ­ke­rungs­zahl von bis zu 50.000 Bie­nen ent­wi­ckeln. Und wenn al­les nach dem Plan der Na­tur ver­läuft, ern­tet Re­mi­jn pro Volk 20 Ki­lo­gramm Ho­nig im Jahr. Die Gläs­chen ver­kauft er an Freun­de und Nach­barn und auf Be­stel­lung. „Ich bin Hob­by-Im­ker, viel Geld ver­die­nen kann ich da­mit nicht. Ich bin froh, wenn ich die Un­kos­ten her­aus­be­kom­me“, sagt Re­mi­jn.
Der Ge­schmack des Ho­nigs aus Rem­scheid ver­än­dert sich je­des Jahr. Ge­ern­tet wird ein­mal im Früh­jahr und ein­mal im Spät­som­mer. Es sei ein herr­li­cher Ho­nig aus Blü­ten­mix, den die Bie­nen im Ber­gi­schen pro­du­zie­ren. „Erst wenn es sta­bil über zwölf Grad ist, schwär­men sie aus“, sagt der Hob­by-Im­ker vom Kre­men­holl. Noch hat er nicht ge­schaut, wie kräf­tig sich sei­ne fünf Bie­nen­völ­ker über den Win­ter ent­wi­ckelt ha­ben. Wer den De­ckel zu früh öff­net, stört das Bie­nen­le­ben. Das wech­sel­haf­te Kli­ma im Ber­gi­schen aus Schnee, Re­gen, Tro­cken­heit, Hit­ze – für Bie­nen sei dies kein Pro­blem. Sie pas­sen sich an. Nur an die ame­ri­ka­ni­sche Faul­brut kön­nen sie sich nicht ge­wöh­nen.
 
IN­FO
Im­ker­tref­fen in der Na­tur-Schu­le Grund
Ve­te­ri­när­amt So­lin­gen bit­tet al­le Hob­by-Im­ker, die noch nicht re­gis­triert sind, sich zu mel­den. So kann si­cher­ge­stellt wer­den, dass al­le po­ten­zi­el­len Seu­chen­her­de er­fasst sind. Tel.: 02 12 / 2 90-26 20.
Mor­gen trifft sich die Im­ker­ver­ei­ni­gung Rem­scheid / Rons­dorf um 19 Uhr in der Na­tur-Schu­le Grund.

WDR Lokalzeit Bergischland 29.03.2018 :

Link zu Video:  Bergische Bienen von Faulbrut bedroht



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